Zum Tode von Franz-Josef Berkenkötter

Zum Tode von Franz-Josef Berkenkötter

Pressemitteilung                                                    22.6.2026

Im Jahre 1992 begann im Kultusministerium NRW die Entwicklung eines Konzepts zur Gestaltung der Berufsschulpflicht für Jugendliche aus Schausteller- und Circusfamilien.

Das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Herne erklärte sich 1994 auf Anfrage der Bezirksregierung Arnsberg bereit, ein Angebot zur Wahrnehmung der Berufsschulpflicht für reisende Jugendliche zu entwickeln. Studienrat Franz-Josef Berkenkötter übernahm federführend diese Aufgabe. In den folgenden Jahrzehnten war er der Ansprechpartner für die Fragen der Berufsbildung reisenden Jugendlichen. Er organisierte die Erarbeitung eines entsprechenden Curriculums sowie des Konzepts  „Präsenz- und Fernlernen“. Von Anfang an bezog Franz-Josef Berkenkötter das benachbarte Emschertal-Berufskolleg für die technisch-naturwissenschaftlichen Inhalte in die Planungen mit ein. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Entwicklung von europäischen Projekten, die Leitung von Arbeitsgruppen, die Kommunikation mit der Industrie- und Handelskammer, mit der Bezirksregierung Arnsberg und mit dem Kultusministerium Düsseldorf. In der  tschechischen Stadt Most wurde 2002 im Rahmen eines europäischen Projekts das BEKOSCH-Angebot unter seiner Leitung maßgeblich konzipiert.  So bleibt das BEKOSCH-Projekt („Berufliche Kompetenzen für Jugendlichen aus Schausteller- und Circusfamilien“) in NRW und darüber hinaus mit seinem Namen dauerhaft verbunden. In Herne realisierte er zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen über fast drei Jahrzehnte das BEKOSCH-Angebot. Er war einer der Pioniere im Bereich der Berufsbildung für Schausteller- und Circusjugendliche in Deutschland.

Sein früher Tod macht uns traurig.

Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

BERiD wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren.

Das BERiD Präsidium

gez.

Marlies Stotz; Präsidentin

Bärbel Fritz, Vizepräsidentin

Michael Widmann, Vizepräsident

Martin L. Treichel, Ehrenpräsident