Selbstverständnis

 BERiD wurde im Jahr 1991 als deutsches Gegenstück zu EFECOT (1988) gegründet, um die von der EU mit der Resolution vom 22. Mai 1989 geforderten Maßnahmen zur Verbesserung der Bildungssituation der reisenden Kinder und Jugendlichen zu initiieren und zu realisieren.

 Das deutsche Bildungssystem zeigt sich nicht mit einem einheitlichen Gesicht, sondern ist gekennzeichnet durch die Bildungs- und Kulturhoheit der 16 Länder der Bundesrepublik Deutschland. Das bedeutet für BERiD, dass es in Bildungsfragen keinen zentralen Ansprechpartner, sondern immer nur einen, mehrere oder alle Kultusminister, dann im Rahmen der Kultusministerkonferenz, gibt, die einzeln oder gemeinsam angesprochen werden müssen. Dies fordert einer ehrenamtlich strukturierten Organisation wie BERiD einen erheblichen Mehraufwand im Blick auf Gespräche, Konferenzen, Vereinbarungen, Protokolle und Schriftverkehr mit den Ländern ab.

 Hinzu kommt, dass BERiD sich auch als Dienstleister seiner Mitglieder, für Eltern, mobile Schulen und Bereichslehrkräfte versteht. BERiD vertritt ihre Interessen z.B. in der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der jährlichen Länderkonferenz der Referentinnen und Referenten der Kultusministerien, sowohl in der Gemeinsamen Konferenz der Ministerien mit Eltern und Verbänden als auch während des laufenden Jahres als sachkundiger Gesprächspartner.

 BERiD ist Impulsgeber, Konzeptentwickler und implementiert Startphasen von Aktionen und Projekten. Danach sollen die beteiligten Personen und Organisationen möglichst eigenständig weiter arbeiten. Natürlich gibt es zentrale Angebote wie diese Website, die Newsletter, Merkblätter zu Themenschwerpunkten, die aber immer auch auf die Länderinteressen eingehen bzw. die spezifischen Situationen der Länder mitbedenken müssen.

 BERiD bezieht seinen Sachverstand insbesondere daraus, dass sich viele im Bereich der Bildung beruflich Reisender aktive Verantwortungsträger als auch erfahrene Persönlichkeiten aus der Schulaufsicht oder den Ministerien – vor allem als engagierte Ruheständler – in die BERiD-Arbeit einbringen. Außerdem hat BERiD einen Beirat, in dem Pädagogik, Wissenschaft, Jurisprudenz und Kirchenbezug repräsentiert sind.