EU – Projekt für Schausteller

 

 

 

 

Seit dem Jahr 2011 koordiniert das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Herne ein berufsbildendes Projekt für beruflich Reisende im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Leonardo da Vinci. Das Projekt führt konsequent die Ergebnisse und Produkte zweier Vorgängerprojekte, BeKoSch und eLVET, fort.

Es zielt auf den Transfer bestehender Ausbildungsmodule zur beruflichen Bildung von beruflich Reisenden zwischen den Partnerländern des Projektes. Ebenso wird eine Verzahnung zwischen der Anpassung und Verbesserung bestehender Ausbildungsmodule und eventuell noch zu erarbeitenden Ausbildungsinhalten zum Berufsbild „Schausteller“ auf der Basis des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) und des europäischen Leistungspunktesystem (ECVET) angestrebt.

Im Verlauf der Projektaktivitäten soll unter Einbezug von Schaustellern und deren Verbandsvertretern die Gesamtheit der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die zur Ausübung des Schaustellerberufes nötig sind, zusammengestellt und praxisgerecht in Lerneinheiten eingeteilt werden. Diese Lerneinheiten werden nach vorher festgelegten Kriterien bewertet und mit noch zu bestimmenden Punkt- bzw. Prozentzahlen gekennzeichnet werden. Wesentliches Merkmal dieser Kriterien soll sein, dass sie eine gemeinsamen Zertifizierung der erbrachten Leistungen ermöglichen. Zudem sollen vergleichbare Prüfungs- und Bewertungskriterien für die Lerneinheiten festgelegt werden.

Ein herausragendes innovatives Merkmal dieser Lerneinheiten soll sein, dass sie als in sich geschlossene Module konzipiert und unabhängig voneinander belegt und bewertet werden können.

Der Europäische Qualifikationsrahmen ermöglicht nicht nur die Abbildung und Entwicklung eines Ausbildungsrahmenplanes nach dem deutschen Berufsbildungsgesetz für einen möglicherweise zu entwickelnden Ausbildungsberuf „Schausteller“ nach dem dualen Berufsbildungssystem, sondern wird entsprechend den individuellen Berufsbildungssystem in den anderen europäischen Ländern auch Abschlüsse für andere auch kleinere überschaubare Einheiten von Lernergebnissen und schulischen Ausbildungsgängen den Weg ebnen.

So bietet der französische Partner dreijährige schulische Ausbildungsgänge an, die in einem ergänzenden System aus schulischem Unterricht und betrieblichen Praktika zu einem beruflichen Abschluss als „Kaufmännischer Assistent“ führen. Auf diesem organisatorischen Gerüst wäre z. B. auch der Abschluss als „Kaufmännischer Assistent Schausteller“ darstellbar.

Legitimiert werden die Projektziele durch die Vorgaben des Programms „Leonardo da Vinci“, sowohl in den allgemeinen als auch in den operativen Zielvorgaben:

  • Unterstützung der Teilnehmer bei der Weiterbildung und sonstigen Bildungsaktivitäten für Erwerb und Nutzung von Wissen, Kenntnissen und Qualifikationen zur Förderung der persönlichen Entwicklung, Beschäftigungsfähigkeit und Teilnahme am europäischen Arbeitsmarkt

  • Verbesserung der Qualität und Innovation in den Systemen, Einrichtungen und Verfahren der Berufs- und Weiterbildung

  • Steigerung der Attraktivität der Berufs- und Weiterbildung und der Mobilität für Arbeitgeber und Einzelpersonen

  • sowie die Förderung der Mobilität von Auszubildenden

  • Verbesserung der Qualität und Ausweitung des Umfangs der Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen oder Organisationen, die Lernangebote bereitstellen, Unternehmen, Sozialpartnern und anderen relevanten Stellen in Europa

  • Entwicklung innovativer Verfahren im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung mit Ausnahme der Tertiärstufe sowie der Übertragung dieser Verfahren, auch von einem Teilnehmerland auf andere

  • Verbesserung der Transparenz und der Anerkennung von Qualifikationen und Kompetenzen, einschließlich derjenigen, die im Rahmen des nicht formalen oder informellen Lernens erworben wurden

siehe auch

ett edu als Beispiel für good practice

Präsentation ppt-ett-edu

Informationen in der EU-Datenbank ADAM

Projektflyer